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Geschliffener Betonboden in Autohaus-Showroom mit Fahrzeugen
Projekt10. April 20264 Min. Lesezeit

Designboden für Autohaus — geschliffener Betonboden mit Hochglanz-Finish

Ein Autohaus lebt vom ersten Eindruck. Die Fahrzeuge müssen glänzen, der Raum muss Wertigkeit ausstrahlen — und der Boden spielt dabei eine größere Rolle, als die meisten denken. Genau deshalb hat uns ein Autohaus im Raum Augsburg beauftragt: 450 Quadratmeter roher Betonboden sollten in einen spiegelglatten Showroom-Boden verwandelt werden.

Aufgabenstellung

Der Neubau des Autohauses war im Rohbau fertig, der Boden bestand aus unbehandeltem Industriebeton. Die Oberfläche war rau, uneben und mit Baustellenrückständen verschmutzt — weit entfernt von dem, was ein Premium-Showroom verlangt.

Die Anforderungen des Kunden waren klar:

  • Optik: Hochglanz-Oberfläche, in der sich die ausgestellten Fahrzeuge spiegeln
  • Widerstandsfähigkeit: Der Boden muss Fahrzeuggewicht tragen, Rangierverkehr aushalten und gegen Öl, Bremsflüssigkeit und Reifenabrieb resistent sein
  • Pflegeleichtigkeit: Tägliche Reinigung mit Standardmitteln, kein Spezialreiniger
  • Budget: Naturstein war zu teuer, Epoxidharzbeschichtung optisch nicht gewünscht — geschliffener Beton war die ideale Lösung

Die Fläche umfasste 450 Quadratmeter Showroom, dazu Übergänge zu den angrenzenden Büro- und Kundenbereichen.

Rohbetonboden im Autohaus vor der Bearbeitung mit Schleifmaschine

Der Ausgangszustand: 450 m² roher Industriebeton mit Baustellenrückständen und Unebenheiten

Herausforderung

Was auf den ersten Blick wie eine einfache Schleifarbeit aussieht, hatte mehrere technische Hürden:

  • Unebenheiten bis zu 8 mm: Der Rohbeton war nicht plan. Vor dem eigentlichen Schliff mussten Höhenunterschiede von bis zu 8 Millimetern ausgeglichen werden — ohne dabei zu tief in den Betonkörper einzugreifen.
  • Fußbodenheizung im Untergrund: Im gesamten Showroom waren Heizschleifen verlegt. Das begrenzte die maximale Schleiftiefe erheblich. Jeder Millimeter zu viel hätte eine Heizleitung beschädigt.
  • Enger Zeitplan: Zwischen Fertigstellung des Rohbaus und der geplanten Eröffnung lagen nur wenige Wochen. Für die Bodenarbeiten standen zehn Arbeitstage zur Verfügung — inklusive aller Trocknungs- und Aushärtezeiten.
  • Mechanische Belastung: Ein Showroom-Boden ist kein Wohnzimmerboden. Hier fahren Fahrzeuge mit über zwei Tonnen Gewicht, hier stehen Hebebühnen, hier werden Reifen gewechselt. Der Boden muss das aushalten — dauerhaft.

Projekt auf einen Blick

Ort: Raum Augsburg | Fläche: 450 m² | Verfahren: Fidan Floor Systems — 6-stufiger Diamantschliff + Imprägnierung | Dauer: 10 Arbeitstage | Ergebnis: Hochglanz-Designboden

Fidan Floor Systems im Einsatz

Unser hauseigenes Verfahren — Fidan Floor Systems — basiert auf einem sechsstufigen Diamantschliff, der den rohen Beton Schritt für Schritt in eine hochglänzende, widerstandsfähige Oberfläche verwandelt.

Stufe 1: Grobschliff (Körnung 30)

Im ersten Durchgang wird die Oberfläche planiert. Die Diamantwerkzeuge mit grober Körnung tragen Baustellenrückstände, Unebenheiten und die oberste Betonschicht ab. Nach diesem Schritt ist der Boden eben, aber noch rau.

Stufe 2–3: Mittelschliff (Körnung 100–200)

Jetzt beginnt die eigentliche Gestaltung. Der Mittelschliff legt die Gesteinskörnung im Beton frei — die charakteristischen Steinchen und Mineralien, die dem geschliffenen Beton seine natürliche Ästhetik verleihen. Die Oberfläche wird zunehmend glatter.

Stufe 4–5: Feinschliff (Körnung 400–800)

Mit jeder Schleifstufe verfeinert sich die Oberfläche weiter. Hier entsteht der seidenmatte Glanz, der in den letzten Stufen zum Hochglanz gesteigert wird. Die Poren im Beton schließen sich zunehmend.

Industrieschleifmaschine auf Rohbetonboden im AutohausDetailaufnahme der Hochglanz-Oberfläche mit sichtbarer Gesteinskörnung

Links: Die Schleifmaschine beim Grobschliff. Rechts: Die fertige Oberfläche in der Detailansicht — sichtbare Gesteinskörnung unter spiegelglattem Finish.

Stufe 6: Politur und Versiegelung (Körnung 1500–3000)

Der letzte Schleifdurchgang bringt den Hochglanz. Anschließend wird ein Lithium-Silikat-Härter aufgetragen, der in die Betonoberfläche eindringt und die Struktur von innen heraus verdichtet. Den Abschluss bildet eine Imprägnierung, die den Boden gegen Öl, Fett und Flüssigkeiten schützt.

Das Ergebnis ist keine Beschichtung, die irgendwann abblättert. Es ist der Beton selbst — verdichtet, gehärtet und auf Hochglanz poliert.

Ergebnis

Nach zehn Arbeitstagen war der Showroom-Boden fertig. Das Resultat sprach für sich:

  • Spiegeleffekt: Die ausgestellten Fahrzeuge reflektieren sich im Boden — ein Effekt, der den gesamten Raum hochwertiger wirken lässt
  • Ölresistent: Tropfende Betriebsflüssigkeiten perlen ab und lassen sich rückstandslos aufwischen
  • Reifenabrieb-fest: Auch nach monatelangem Rangierverkehr keine Spuren auf der Oberfläche
  • Pflegeleicht: Tägliche Reinigung mit Wasser und einem Standardreiniger — kein Wachsen, kein Polieren
  • Langlebig: Da kein Beschichtungsmaterial aufgetragen wurde, gibt es nichts, das sich ablösen oder abnutzen kann. Der Glanz kommt aus dem Material selbst.

Der Geschäftsführer des Autohauses war nach der Eröffnung überwältigt. Nicht nur von der Optik, sondern davon, dass Kunden tatsächlich stehen bleiben und nach unten schauen.

Der Boden ist der heimliche Star des Showrooms — Kunden bleiben stehen und schauen nach unten.

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Ob Showroom, Büro, Einzelhandel oder Gastronomie — geschliffener Beton funktioniert überall dort, wo Ästhetik und Belastbarkeit zusammenkommen müssen. Auf unserer Wissensseite zu Designböden erfahren Sie mehr über das Verfahren, die Kosten und die Einsatzmöglichkeiten. Unsere Leistungsseite Betonschleifen zeigt unser komplettes Angebot im Bereich Fidan Floor Systems.

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