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Fidan Monteur beobachtet den Kranhub eines Brückenteils beim Rückbau in Jettingen-Scheppach
Projekt1. April 20265 Min. Lesezeit

Brückenrückbau in Jettingen-Scheppach: Betonsägen und Kernbohren über dem Fluss

Eine Brücke abzureißen klingt brachial. Aber wenn unter dir ein Fluss fließt und neben dir der Verkehr weiterläuft, ist chirurgische Präzision gefragt. Im Februar 2025 hat unser Team in Jettingen-Scheppach eine Stahlbetonbrücke rückgebaut – nicht mit der Abrissbirne, sondern mit Kernbohrmaschine, Betonsäge und Schwerlastkran.

Das Projekt im Überblick

Brückenrückbau in Jettingen-Scheppach (Landkreis Günzburg, Schwaben). Kompletter Rückbau einer Stahlbetonbrücke über einen Flusslauf. Leistungen: Kernbohrungen zur Segmentierung der Fahrbahnplatte, Betonsägearbeiten, Kranhub der Betonteile, Baggerrückbau der Unterkonstruktion. Auftraggeber: Straßenbauamt / Generalunternehmer.

Fidan Monteur bei Kernbohrarbeiten auf der Brücke in Jettingen-Scheppach, im Hintergrund das Fidan-Firmenschild

Unser Monteur bei der Kernbohrung auf der Brückenfahrbahn – das Fidan-Schild ist immer dabei

Der Auftrag: Eine Brücke muss weichen

Die alte Stahlbetonbrücke in Jettingen-Scheppach hatte ausgedient. Im Zuge einer Straßensanierung musste sie vollständig rückgebaut werden, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Das Problem: Die Brücke überspannt einen aktiven Flusslauf. Betonteile dürfen nicht unkontrolliert ins Wasser fallen. Jedes Segment muss geplant zerlegt und per Kran abgehoben werden.

Kein Platz für Fehler, kein Raum für Improvisation. Genau unsere Art von Auftrag.

  • Die Fahrbahnplatte muss in transportfähige Segmente zerlegt werden
  • Kernbohrungen definieren die Schnittlinien für die Segmentierung
  • Jedes Segment wird per Schwerlastkran einzeln abgehoben
  • Der Flusslauf darf nicht blockiert oder verschmutzt werden
  • Die Unterkonstruktion wird anschließend per Bagger rückgebaut

Wenn du auf einer Brücke stehst und unter dir der Fluss rauscht, dann weißt du: Hier zählt jeder Schnitt.

Schritt 1: Kernbohrungen setzen die Schnittlinien

Bevor ein einziges Stück Beton bewegt wird, muss die Fahrbahnplatte vorbereitet werden. Unsere Monteure setzen mit der Kernbohrmaschine Reihenbohrungen entlang der geplanten Trennlinien. Die Bohrungen schwächen den Beton gezielt und ermöglichen anschließend saubere Trennschnitte.

Fidan Monteur bedient Kernbohrmaschine auf der BrückenfahrbahnNahaufnahme der Kernbohrmaschine beim Bohren in die Brückenfahrbahn

Kernbohrung auf der Brücke: Jede Bohrung sitzt exakt auf der markierten Trennlinie

Die Bohrungen werden wassergeführt, um Staub zu vermeiden und die Diamantkrone zu kühlen. Auf einer Brücke über einem Gewässer ist Staubkontrolle besonders wichtig – es darf nichts in den Fluss gelangen.

Fertiges Kernbohrloch in der Betonfahrbahn der BrückeKernbohrmaschine mit Diamantkrone im Einsatz auf der Brückendecke

Links: Sauberes Bohrloch durch die Fahrbahnplatte. Rechts: Die Diamantkrone arbeitet sich durch den Stahlbeton.

Schritt 2: Die Brücke wird zerlegt

Nach den Kernbohrungen ist die Fahrbahnplatte in definierte Segmente unterteilt. Jetzt kommt der Schwerlastkran ins Spiel. Die Betonteile wiegen mehrere Tonnen – sie werden mit Stahlketten angeschlagen und einzeln von der Brücke gehoben.

Schwerlastkran hebt ein mehrtonniges Brückensegment aus Stahlbeton in die Luft

Tonnenschwere Präzision: Der Kran hebt das erste Fahrbahnplattensegment von der Brücke

Das ist der spektakulärste Teil der Arbeit. Das Brückensegment hängt an den Ketten, schwebt langsam nach oben, dreht sich leicht im Wind. Unten rauscht das Wasser. Die Monteure dirigieren den Kranführer per Handzeichen.

Fidan Team auf der Brücke während der Schwerlastkran ein Betonsegment anhebt

Teamwork auf der Baustelle: Während der Kran das Segment hebt, koordiniert das Team jeden Schritt

Kran hebt Brückensegment während Bagger am Ufer bereitstehtNahaufnahme des Brückenteils an Stahlketten hängend am Kran

Segment für Segment wird die Brücke zerlegt – der Bagger am Ufer wartet bereits auf die nächste Phase

Fidan Monteur in orangener Warnweste beobachtet den Kranhub eines Brückenteils

Volle Konzentration: Unser Monteur überwacht den Kranhub – im Hintergrund schwebt das Segment über dem Fluss

Schritt 3: Rückbau der Unterkonstruktion

Wenn die Fahrbahnplatte vollständig abgetragen ist, beginnt der Rückbau der Unterkonstruktion. Widerlager, Pfeiler und Fundamente werden per Bagger abgebrochen. Die Wasserumleitung stellt sicher, dass der Flusslauf während der Arbeiten kontrolliert bleibt.

Brücke im Rückbau mit freigelegtem Flussbett und BaumaschinenWasserumleitung mit Rohren neben der rückgebauten Brücke

Links: Die Brücke im fortgeschrittenen Rückbau. Rechts: Rohre leiten das Flusswasser kontrolliert um die Baustelle.

Bagger beim Rückbau der Brückenunterkonstruktion am Flussufer in Jettingen-Scheppach

Die letzte Phase: Der Bagger bricht die Unterkonstruktion am Flussufer ab

Abgebrochene Stahlbetonteile der Brücke aufgestapelt neben der Baustelle

Was von der Brücke übrig bleibt: Die zerlegten Betonteile werden abtransportiert und fachgerecht entsorgt

Was dieses Projekt zeigt

Brückenrückbau ist kein Standard-Abriss. Es ist eine logistische und technische Herausforderung, bei der verschiedene Disziplinen ineinandergreifen müssen: Kernbohren, Betonsägen, Kranarbeit und Baggerrückbau. Dazu kommen die besonderen Anforderungen durch das Gewässer – Umweltschutz, Wassermanagement und kontrollierte Arbeitsabläufe.

Für uns bei Fidan ist genau das der Alltag. Mit über 30 Jahren Erfahrung, eigenem Maschinenpark und eingespielten Teams übernehmen wir Brückenrückbauten von der ersten Kernbohrung bis zum letzten Baggerhub.

Jettingen-Scheppach, Februar 2025. Brücke weg, Flusslauf frei, Platz für den Neubau.

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